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Betreuungsplanung

Betreuungsrhythmen in der Schweiz: 2-2-3, 7-7, 5-2 - der vollständige Ratgeber

8 Min. Lesezeit CoParent.ch

Wechselwoche, 2-2-3, 7-7 oder 5-2: Welcher Betreuungsrhythmus passt zu Ihrer Situation? Dieser Ratgeber vergleicht die gängigsten Modelle in der Westschweiz.

Die gängigsten Betreuungsrhythmen in der Westschweiz

In der Westschweiz schlagen Richter und Familienmediatoren in der Regel mehrere Modelle für das Wechselmodell vor. Die Wahl des Rhythmus ist entscheidend für das Wohlbefinden der Kinder und die Abstimmung zwischen den beiden Haushalten.

Die Wechselwoche (7-7)

Das 7-7-Modell ist in der Schweiz am weitesten verbreitet. Das Kind verbringt eine ganze Woche bei einem Elternteil, dann eine ganze Woche beim anderen. Dieses Modell eignet sich besonders für Kinder im Schulalter, die von einer wöchentlichen Stabilität profitieren.

  • Vorteile: einfache Organisation, wenige Übergänge, an berufliche Verpflichtungen anpassbar.
  • Ideal für: Kinder ab 6-7 Jahren, Eltern, die in der Nähe voneinander wohnen.

Der 2-2-3-Rhythmus

Das 2-2-3-Modell ist ein Zyklus über zwei Wochen: Das Kind verbringt 2 Tage bei Elternteil A, 2 Tage bei Elternteil B, dann 3 Tage bei Elternteil A - und die Reihenfolge kehrt sich in der Folgewoche um.

Konkretes Beispiel:
Woche 1: Montag-Dienstag bei Mama · Mittwoch-Donnerstag bei Papa · Freitag-Samstag-Sonntag bei Mama
Woche 2: Montag-Dienstag bei Papa · Mittwoch-Donnerstag bei Mama · Freitag-Samstag-Sonntag bei Papa
  • Vorteile: Das Kind verbringt nie mehr als 3 aufeinanderfolgende Tage fern von einem Elternteil.
  • Ideal für: kleine Kinder (3-6 Jahre), die häufigen Kontakt zu beiden Elternteilen brauchen.

Der 5-2-Rhythmus

Das Kind lebt vorwiegend bei einem Elternteil von Montag bis Freitag und verbringt das Wochenende beim anderen. Dieses Modell eignet sich für Situationen, in denen ein Elternteil unter der Woche starke berufliche Verpflichtungen hat.

  • Vorteile: maximale schulische Stabilität, sehr vorhersehbare Organisation.
  • Ideal für: Familien, in denen ein Elternteil weit weg arbeitet oder unregelmässige Arbeitszeiten hat.

Der 4-3-Rhythmus und andere Zyklen

Das 4-3-Modell (4 Tage bei einem Elternteil, 3 Tage beim anderen) bietet ein leicht asymmetrisches Gleichgewicht. Andere Zyklen wie 3-4-4-3 oder 2-2-5-5 ermöglichen eine Anpassung an komplexere familiäre Situationen.

Wie findet man den richtigen Rhythmus?

Die Wahl des Betreuungsrhythmus hängt von mehreren Schlüsselfaktoren ab:

  • Das Alter der Kinder: Je jünger sie sind, desto wichtiger sind häufige Übergänge, um die Bindung zu jedem Elternteil aufrechtzuerhalten.
  • Die Distanz zwischen den Haushalten: Ein 2-2-3-Rhythmus setzt voraus, dass die Eltern in vernünftiger Nähe wohnen (idealerweise im selben Quartier oder in derselben Gemeinde).
  • Berufliche Verpflichtungen: unregelmässige Arbeitszeiten, häufige Reisen oder Nachtarbeit beeinflussen stark, welches Modell anwendbar ist.
  • Der Schulkalender: Die Schulzeiten und ausserschulischen Aktivitäten können den praktischsten Uebergangstag vorgeben.
Tipp
Unabhängig vom gewählten Rhythmus sollten Sie ihn schriftlich festhalten und von Anfang an die geltenden Regeln für die Schulferien festlegen - sie sind oft Anlass für Konflikte, wenn sie nicht vorausschauend geregelt werden.

Die Schulferien: ein eigenes Kapitel

In der Westschweiz hat jeder Kanton seinen eigenen Schulkalender. Die Ferien folgen oft einer anderen Regel als der gewöhnliche Rhythmus: Wechsel nach geradem/ungeradem Jahr für die grossen Sommerferien, feste Aufteilung für Weihnachten und Ostern.

CoParent.ch integriert automatisch die Schulferien der Kantone VD, GE, NE, FR, VS, JU, BE und ZH. Sie können für jede Ferienperiode spezifische Regeln festlegen, unabhängig von Ihrem Grundrhythmus - mit Varianten je nach geraden und ungeraden Jahren.

Organisieren Sie Ihre Betreuung mit CoParent.ch

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